Кижи

Die Insel Kischi im Onegasee ist mit ihrem Ensemble von Kirchen in Holzbauweise ein ganz besonderes Freiluftmuseum. Seit 1990 gehört Kischi zum UNESCO-Weltkulturerbe und umfasst etwa 80 Gebäude der karelischen Holzbaukunst. Kischi, auf russisch Кижи, kommt vom karelischen kischat für „Spiele“.

Das wohl bekannteste Gebäude auf der Insel ist die Verklärungskirche (Церковь Преображения Господня) welche 1714 fertiggestellt wurde. Sie besteht aus einer auffälligen Sommerkirche mit 22 kleinen, pyramidenartig ansteigenden Kuppeln, die alle mit Schindeln aus Erlenholz gedeckt sind. Im Jahr 2017 dauerten die aufwändigen Restaurierungsarbeiten noch an, welche bereits 2014 zum 300-jährigen Jubiläum abgeschlossen sein sollten. Für den Winter wurde 1764 eine sogenannte Winterkirche (Покровская церковь) daneben gebaut, welche beheizbar ist.

Die Kirchen wurden von den Bauern und Handwerkern der umliegenden Dörfer errichtet. Zum Gottesdienst kamen sie dann mit dem Boot, wobei die Männer am Steuer saßen und die Frauen ruderten – so die Überlieferung.

Während der Sowjet-Zeit wurden die zu diesem Zeitpunkt verlassenen Holzhäuser aus dem Umland der Insel auf die Insel gebracht und man begann sukzessive die Insel zum Museum und zur Touristenattraktion auszubauen. Einige der Sowjetischen Tragflächenboote fahren noch heute.

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